Wir müssen noch kurz über Archäologie sprechen

Während hier noch die Waschmaschine läuft, muss ich noch kurz auf etwas hinweisen: In den letzten drei Wochen wurde hier eine neue Mauer gefunden und ausgegraben, die viel Interesse findet. Das Tragische ist ja eigentlich, dass Ende dieser Grabungssaison, also Ende August, das dann alles wieder für immer zugeschüttet wird. Man hat so viele Erkenntnisse, Steinwerkzeuge, Bodenproben, Mauern und Knochen (keine menschlichen, abgesehen von den Knochen eines sehrsehr kleinen Kindes, wohl kaum geboren) gefunden in den letzten 20 Jahren, das nun alles ausgewertet und klassiert werden mussen, die wissenschaftliche Analyse und Publikation wartet. Das gibt soviel zu tun, dass keine Fachleute, Mittel und Zeit für weitere Grabungen bleiben. Ausserdem müsste man, wenn man nun eine Schicht tiefer graben würde, den Start in eine weitere 20 Jahre dauernde Ausgrabung zu gewähren, was aber auch nicht möglich ist. Also ist der sicherste Weg, das alles gut zu schützen, wenn es wieder der Erde übergeben wird.

Aber zurück zur Mauer: Die ist rund 5000 Jahre alt und es gilt einfach zu bedenken, dass die Leute damals nichts anders als Stein hatten, um diese Mauersteinen so schön zu behauen. Abgesehen davon waren das zwar gut lebende, aber auch vielbeschäftigte Bauern, deren Wohngebäude viel einfacher gebaut waren. Weshalb sie dieses Gebäude so schön, mit Drainigen und Steinplattenwegen rundherum gebaut haben, wird wohl noch lange unklar bleiben. Einer der Archäologen hier meinte, dass es einfach auch Angeber gewesen seien, die zeigen wollten, zu was sie fähig seien: «Stararchitekten» 3000 BC.

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