Ach, die Steine

Natürlich ist es traurig, von den Menschen hier Abschied zu nehmen. Das habe ich gestern nachmittag gemacht hier auf der Ausgrabung und dabei ein Geschenk und hugs und cuddles und einen Klumpen im Hals und Tränen gekriegt. So ist das.

Das Austernjäger-Weibchen mit ihrem Jungen ist eine kleine Geschichte am Rande: Sie hatte ihre drei Eier unmittelbar im dem Car park gelegt und brütete sie dort aus, verbunden mit hektischen Warnrufen, wenn sich jemand näherte, und das war dauernd der Fall. Dann schaute ich beim Schlüpfen zu und die Aufregung nahm noch zu, weil die drei Flauschbüschel keine Ahnung hatten, ob Möwen, Raben, Hermline, rollende Autopneus, Hunde oder fotografierende Touris gefährlich waren, die Mutter aber all‘ das als unmittelbar lebensbedrohend empfand. Zwei Wochen später ist ein Junges verloren gegangen, währenddem die beiden anderen in Nachbars Garten Unterschlupf und etwas Ruhe gefunden habe.

Fehlen werden aber auch die Landschaft und die so majestätisch darin verankerten Steine, die vor 4500 Jahren gesetzt wurden, in Kreisen, umgeben von in den Felsen gehauenen Gräben und überdacht von einem Himmel, der einfach nie aufhört, sich zu verändern.

Die Standing Stones of Stenness:

Und der Ring of Brodgar (2 Kilometer davon entfernt). Genau dazwischen liegt die Ausgrabungsstätte, wo ich tätig war.

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