«Hi» sagen

Da haben kürzlich einige vorbeischaut, die nur kurz grüssen wollten.

Hi, ich bin ein Razorbill und habe schlechte Laune und lasse das alle wissen.

Und das da sind meine Verwandten. Es sind zwar keine Raben, aber Eltern wie solche.

«Ja, schäme dich nur», sagt links zu rechts. «Auf welchem Felsen liegt unser Kleines? Weisst du das wirklich nicht mehr?»
« …» (kann noch nicht wirklich Laut geben und hofft, dass seine Eltern es noch finden. Ist wohl kein Junges der obigen Vögel (Tordalk), sondern eher von Eissturmvogel- oder Rissa-Eltern, die noch nicht in die Kunst des Nestbaus eingeweiht wurden.

Und die da habe ich grade noch erwischt, bevor sie dann aufs Meer sitzen und sich wieder nach Norwegen treiben lassen, um dann im nächsten Frühling (die meisten offenbar in der gleichen Beziehungskiste und oft auf den gleichen Felsen) zurückkehren. Sowohl das eine wie das andere ist eine anerkennenswerte Leistung.

«Ich bin die Taylor Swift des Vogelfelsens. Wegen mir kommen sie.»

«Was sagst du?»

Stimmen mehrstimmig an:

«Drew looks at me, I fake a smile so he won’t see …»

Und die (siehe Bild unten) konnten nichts mehr sagen.

Das waren Chops von Lämmern, die auf der Insel North Ronaldsay aufwachsen (und der Metzger hier ums Eck grad hatte). Dort haben sie vor mehr als hundert Jahren eine Steinmauer rund um die Insel gebaut, um die Schafe davon abzuhalten, Gras zu fressen. So tummeln sich die Schafe auf dem Strand oder Steinen zum Meer hin und fressen Algen und anderes, das das Meer anschwemmt. Gut salzen muss man die Dinger dann trotzdem. Aber ohne viel Knoblauch und Rosmarin ginge das schon nicht. Böggele kriegt hier endlich eine Entsprechung.

Euter-Weltmeisterin. Es hängt so tief, dass das Kalb fast nicht trinken kann.

Die dürfen nicht fehlen:


«Schlafen? Kann ich in jeder Position. Mein ruhiges Gewissen ist mein bester Ruhestein.»

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