Am Sonntag im Sommer bieten die Fähren spezielle Routen an zu den weiter entfernt liegenden Inseln. Das macht dann rasch mal fünf Stunden Schiffahrt, nordwärts nach Papay Westray und abends wieder nach Kirkwall.

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Also ab aufs Schiff um 9, kostet 10 Pfund (hin und zurück) und nichts fürs Velo. Und der zweite Maat hatte am Samstag keine Zeit, sein Auto zu putzen und macht das nun auf der Überfahrt.

Auf Sanday dann nur kurze Landung, um Leute auszuladen.

Nüchterner Hafen auf Papay (aussprich: päppi)

Auf dieser Insel wurden vor 80 Jahren diese beiden Häuser ausgegraben, die schliesslich die ältesten exisitierenden Behausungen Nordeuropas sind, erbaut und bewohnt vor rund 5800 Jahren. Wahrscheinlich von den ersten Bauern hier, die die Jäger und Sammler des Mesolithikums verdrängten.



Tessiner Türenmaler hier.

Das da ist übrigens der Hund von da.

Es lächelt das Meer, es ladet zum Bade,
Der Knabe schlief ein am grünen Gestade …

… und wachte rechtzeitig fürs Bild wieder auf.

Jeder Insel sein Flugfeld. Dieses ist die Heimat der kürzesten Linienflugs der Welt von rund zwei Minuten Länge, der Papay mit Westray verbindet.

Die Pistenmarkierungen sind angemessen in die Landschaft eingebettet.

Nebst dem Insel-Friedhof, von dem wir es auch schon hatten (hier), ist jede Insel irgendwie auch ein Friedhof (oder Museum, je nach technischem Interesse) für jede Generation von landwirtschaftlichem Gerät. Aber klar, wohin soll der Bauer hier seine Dampfmaschine auch entsorgen? Als Landmark und zur Verschönerung der Hofeinfahrt noch immer brauchbar.

Und noch einen speziellen Friedhof weist die Insel auf: Auf der nördlichsten Klippe (heute ein Reservat) lebte im vorletzten Jahrhundert einer der letzten Riesenalke. Flugunfähig, bis zum 80 cm gross, pinguinähnlich (aber nicht verwandt).
Offenbar kein besonders beliebter (geschweige denn eleganter) Vogel, denn der Gedenkstätte mangelt es doch etwas an gutem Geschmack und Handwerkskunst:

Das muss dann auch noch mit auf der Rückreise:

Und das da auch:

Und Leinen los …
