Es wird wohl nichts aus einer Woche ohne John. John Rae. Heute hatte ich frei und es war wunderbares Wetter. Viel Sonne, wenige Wolken, fast 16 Grad und das Gras wurde vom Wind nur bis zu einem 45 Grad-Winkel niedergedrückt. Also zuerst Wäsche, in die Laundry zum Trocknen, Einkaufen, Staubsagen und so diese Dinge halt. Dann fuhr ich los und kam am Haus von Davie vorbei, ein pensionierter Mitarbeiter der Whiskey-Distillery Scapa Flow, den ich bei der Ausgrabung kennen lernte, und der mich eingeladen hatte (er ist im Vorstand der John Rae Society), mal vorbei zu schauen. Was ich also tat. Er lud mich zu einem Tee ein und zeigte mir seine wertvollsten Whiskyflaschen aus seiner Distillery (Scapa Flow bei Kirkwall) und füllte mir dann etwas von einem Spezialwhisky ab, das er mir auf den Weg gab (und das dann mit mir 60 km rund um die Insel fuhr). Werde ich bald geniessen (hat 59 Vol%). Riecht nach mehr.

Auf der Rundfahrt passiert immer das eine oder andere. Da kommen Schafe vom Coiffeur, der sich im Halleninnern niedergelassen hatte und zu Hardrock scherte:
Wer bloss Waschen und Legen wollte oder sich als Minderjährige einschlich, wurde unfrisiert an die frische Luft gesetzt:
Und dann kam noch das Geburtshaus von John Rae, dessen Vater einer der ersten Chefs der Hudson Bay Company war, in den Blick, die Hall of Clestrain:

Einige Enthusiasten wollen das kaufen (es fehlen von 60 000 Pfund. Anyone?) und renovieren und für Empfänge und Anlässe nutzen.
PS. Wahrscheinlich bin ich der einzige hier auf den Inseln, der seine Wohnungstüre abschliesst (ist schliesslich nicht meine Wohnung und nicht mein Zeugs, das drin ist, und ja, etwas mulmig wäre mir schon; immerhih schliesse ich mein Velo nicht mehr ab, soviel Assimilation ist). Noch überall und immer traf ich Leute, die einfach so in ihre Häuser oder Wohnungen gingen, die nicht abgeschlossen waren. Tut einfach niemand hier.